Der Dritte Advent

Heute ist der Dritte Advent – es sind noch knapp 2 Wochen bis Heilig Abend in diesem Jahr. Heiligabend – worauf die Christenheit in jedem Jahr hinfiebert. 3. Advent – die Dritte Woche, des Wartens auf die Ankunft des Heilands beginnt.
Tja heute sind es 4 Grad minus – die Dächer sind weiß durch den Frost, der sich niedergelassen hat. Die Autos waren auch ein wenig mit Puderzucker bestäubt. Schnee ist aber nicht in Sicht. Vielleicht sollten wir auch froh sein, dass wir keinen Schnee haben – wegen der Energiekrise?
Ist dem so? Eigentlich ist die Energiekrise hausgemacht. Immer schneller musste der Atomausstieg ohne wirklich sinnvolle Alternativen getrieben werden. Gasspeicher überprüfen, ob diese ausreichend gefüllt sind, war ja durch das permanent durch die Pipeline fließende Gast kein Thema. Gleiches gilt für Öl. Woher es kommt und was es bedeutet, wenn es einmal nicht mehr kommt, darüber haben sich die wenigsten Entscheider Gedanken gemacht. Vermutlich wurden die Stimmen, die sich hier erhoben, weggeschickt, mal salopp ausgedrückt.
In den letzten Wochen und Monaten ging es immer wieder darum vor dem Blackout zu warnen. Jeden Abend “Werbung” des Bundesamts für Bevölkerungsschutzes und Katastrophen. In den Nachrichten. Der Blackout, der Bürger muss Strom und Gas einsparen. Verzicht auf Adventsbeleuchtung im Haus und auf Adventmärkten…. Ist das wirklich alles, was wir jetzt tun sollen? Ich glaube es wäre wohl sinnvoller, sich Gedanken darüber zu machen, wie diese Missstände nachhaltig beseitigt werden können. Und vor allem, das vergessen wir in diesen Tagen auch wieder. Wir müssen an die Menschen denken, die sich trotz Gas- und Strompreisbremse das alles nicht leisten können und bei solchen Temperaturen – vor allem wenn sie weiter nach unten gehen – ernsthaft erkranken oder sogar versterben.
Meine Anregung im Advent und zu Weihnachten wäre dieser. Spenden wir nicht nur Geld an Organisationen wie Rotes Kreuz, Caritas, Diakonie, Tafel, sondern leisten wir wenigstens einen Tag den Dienst eines wohltätigen Samariters an einem bedürftigen. Geben wir ihm Essen, warme Kleidung und wenn es möglich ist ein Dach überm Kopf für eine Nacht?!
Wie erkenne ich diese bedürftigen Menschen? Entweder dort, wo sie am Straßenrand stehen, kauern oder liegen! Oder aber direkt zur Tafel oder Obdachlosenunterkunft wenden, vielleicht auch im örtlichen Sozialamt nachfragen, und dann helfen. Damit können wir als Gemeinschaft die Not unserer Mitmenschen lindern und Leben retten. Auch mit dem Hintergedanken, es könnte auch ich einmal treffen und ich würde auf Hilfe hoffen.
Advent heißt in diesem Jahr besonders nicht nur auf die Ankunft des Kindes in der Krippe warten, sondern gem. Jesus Christus – Was ihr einem meiner geringsten getan habt, das habt ihr auch für mich getan. Einen segensreichen Dritten Adventssonntag.

Author: alex-aaron

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