Kirchliche Hochzeit heute

Am vergangenen Wochenende durfte ich an Zwei Trauungen teilnehmen. Die erste am Samstag, eine kirchliche Hochzeit und die zweite gestern, eine Trauung.

Kernpunkt ist immer die Trauung, also das Ja-Wort vor Gott und die Bestätigung durch den Priester. Aber kirchliche Trauungen, also das Versprechen vor Gott – so meine Wahrnehmung – wird weniger. Die gesetzliche, also Standesamtliche Trauung hat nunmal einen gewissen Stellen- und Bedeutungswert. Wer sich dann noch „traut“ vor Gott zu treten und das Eheversprechen vor ihm und der versammelten Gemeinde mit einem meist ehrfurchtsvollen „Ja“ zu hauchen, der nimmt all seinen Mut zusammen und tritt im Hause Gottes vor ihn hin.

Aber dennoch gibt es viele kirchlich geschlossenen Ehen, die auch wieder geschieden sind. Daran erkennt man die Schwachheit des Menschen, der nicht in der Lage ist, über die Worte „In guten, wie in schlechten Tagen“ etwas mehr nachzudenken. Und zwar nicht nur während der Ehe, sondern schon weit davor. In früheren Jahren, wenn sich zwei Liebende gefunden hatten, verlobte man sich mal eine längere Zeit, Man gab sich durch die Verlobung ein Eheversprechen. Wenn diese Zeit auf Probe dann erfolgreich war, also man sich beschnuppert hatte, und alle der Meinung waren, ja das ist nun der/die richtige, dann wandte man sich an die Kirche, um das Eheversprechen vor Gott und der Gemeinde abzugeben.
Krisen, die sich während der Ehe dann abzeichneten, wurden zusammen oder mit Unterstützung der Familie dann in Angriff genommen und gelöst. So schaffte man es dann auch ein Leben lang zusammen zu leben und den Schwur – bis das der Tod euch scheidet – einzuhalten, ohne Scheidung! Sicherlich gab es auch die eine oder andere Ehe, wo nach dem Tod des Ehepartners, geseufzt wurde, als Erleichterung, aber man blieb sich verbunden.

Die Scheidung ist heute viel zu einfach geworden, fast so – ich betone fast – als ginge es um den Wideruf eines Kaufvertrages. Gibt es wirklich so viele „faule“ Eier, das die Ehen dann irgendwann in die Brüche gehen (faule Eier bezieht sich auf männlich und weiblich)? Wohl kaum, Man nimmt sich heute meist zu wenig Zeit um sich wirklich sicher zu sein, dass man zusammen passt. Kommen dann „Unebenheiten“ beim Partner zu Tage, dann fühlt man sich schnell betrogen und dann ist es vorbei mit der ewigen Treue. Auch die Zahl der Scheidungen infolge von Seitensprüngen ist da mit drinne. Man ist frei, auch in der Liebe, und wenn der gut aussehende junge Mann/die gut aussehende junge Frau einem den Kopf verdreht, ja da ist man doch „unschuldig“?!

Ich möchte keine Moralstunde hier abhalten. Mir geht es bei diesem Impuls darum, dass die Ehe von Gott gestiftet wurde, für 2 sich liebende Menschen (Mann und Frau) die dann noch durch die Fruchtbarkeit, hier also Kindersegen erweitert wird. Sprich wenn sich zwei Menschen in Liebe zueinander zum Heiligen Bund der Ehe einlassen und dies vor Gott ehrlich bezeugen, dann belohnt Gott seine Menschenkinder auch damit, dass sie die Kinder bekommen, die sie sich wünschen, vor Herzen.
Das sollte man sich als Liebende heute vor Augen führen. Bin ich im Herzen sicher – denn im Herzen wohnt unser Herr Jesus Christus – dass ich das Wagnis den unbekannten Weg der Ehe eingehen werde und mit meinem Ehepartner dann diesen Weg beschreite? Wohl auch im Wissen, dass Gott immer bei uns ist und uns führen möchte.
Die Liebe auf den ersten Blick gibt es, jedoch gilt es immer das Herz zu befragen, ob es ein hormonelles Gefühl ist, oder wirklich tief im innersten der Wunsch, der gesegnet ist!
Zum Schluß – Die Ehe ist mehr als nur ein Vertrag, der unterzeichnet wird. Sie ist die Bindung zweier Menschen, die vor Gott die Bestätigung für ihre Verbindung erbeten und vom Priester dann auch stellvertretend erhalten.

Ich wünsche den beiden Ehepaaren, die am vergangenen Wochenende vor Gott das Ja Wort gaben, alles erdenklich Gute, vor allem Alles Glück dieser Erde, Gesundheit, einen reichen Kindersegen und Verständnis füreinander in allen Lebenslagen.

Den Menschen, die sich noch „trauen“ wollen, Ein Gehör auf ihr innerstes im Herzen, wo Jesus Christus spricht. Mut, vor Gott zu treten und das Eheversprechen vor ihm und der Familie vorzubringen, um die Ehe auch von Gott segnen zu lassen.

Amen

Author: alex-aaron

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