Ostern 2022

Der Tag zum Sonntag bricht an, vorbei ist der Sabbat und die Frauen um Jesus machen sich auf zum Grab, um den Leichnam zu waschen, einzuölen und neu in Leinen zu binden. Es ist ein schöner Morgen, keine Wolken, als sie am Grab ankommen. Was ist das? Der Stein ist weggerollt, ja weggefegt. und im inneren des Grabes, an der Stelle wo Jesus Christus am Karfreitag gebettet wurde, liegen die Tücher zusammengelegt. Aber Jesus ist verschwunden! Panik breitet sich aus, haben etwas die Hohepriester das Grab aufgebrochen und Jesus entführt?
Plötzlich wird es Hell im Grab, ein Engel des Herrn ist inmitten der Frauen und sagt. „Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat“ (Mk. 16,6). Die Frauen freudig von dieser Botschaft machen sich zu den Jüngern, um ihnen diese frohe Botschaft zu verkünden. Diese laufen nacheinander – auch Petrus – hin zum Grab, sehen und glauben.

Welch wundervolle Stimmung, die sich vor 2000 Jahren in Jerusalem zeigt. Jesus ist tatsächlich auferstanden, so wie er es gesagt hatte, und so wie es durch die Schrift vorausgesagt wurde.
Für eine kurze Zeitspanne war alles Leid und Schmerz vergessen. Auch die Besatzung durch das römische Reich. Frieden war spürbar, wenngleich sich die Römer und die Hohepriester eher unwohl fühlten. Wie sollte das möglich sein, das ein Mensch, der durch das Kreuz gestorben ist, nun wieder lebendig sein? Schon damals gab es Zweifler. Auch heute versucht die Wissenschaft immer noch den Beweis zu erbringen, dass Jesus nur einen Scheintod erlitten hatte und man ihn mit geheimnisvollen Mitteln wieder zurückgeholt hat. Aber wir wissen genau, dass dies alles Mist ist, denn Jesus war Tod, und kam wieder zurück aus dem Reich des Todes, damit auch wir Gläubige das ewige Leben erlangen dürfen, wenn am jüngsten Tag, die Toten auferweckt werden.

Nun wie passt das wiederkehrende Osterfest heute in diese Zeit? Können wir uns alle freuen? Der Krieg in der Ukraine, die Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Juden in Israel am Tempelberg, Der Tod eines schwarzen durch einen weißen Polizisten in Amerika….
Ich denke, neben der Geburt des Heilands an Weihnachten, gibt die Auferstehung von Jesus Christus an Ostern, positive Glaubenskraft und lässt auch gebrochene Herzen wieder heilen. Im Gedenken der vielen Toten, die bis zum Karfreitag zu verzeichnen sind und auch weiter steigen werden, können wir darauf hoffen, dass diese armen Seelen die irdischen Qualen hinter sich gelassen haben und einen Schlaf gefunden haben, den sie auskosten, bis sie alle am jüngsten Tag auferweckt werden und ohne Schmerzen und Leid das ewige Leben mit Jesus Christus genießen können.

Ich wünsche allen Christen ein frohes, friedvolles Osterfest. Der Herr ist auferstanden. Halleluja. Amen

Author: alex-aaron

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