Pfingsten 2022

Heute ist das Pfingstfest, an dem vor etwa 2000 Jahren der Heilige Geist auf die in Jerusalem weilenden Apostel herb kam und diese die großen Taten von Gott allen Anwesenden in deren Muttersprachen verkünden konnten.

In der Apostelgeschichte hörten wir dazu folgendes
Lesung
aus der Apostelgeschichte.

„1Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war,
waren alle zusammen am selben Ort.
2Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen,
wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt,
und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer,
die sich verteilten;
auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
4Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt
und begannen, in anderen Sprachen zu reden,
wie es der Geist ihnen eingab.
5In Jerusalem aber wohnten Juden,
fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
6Als sich das Getöse erhob,
strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt;
denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
7Sie waren fassungslos vor Staunen
und sagten:
Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
8Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
9Parther, Meder und Elamíter,
Bewohner von Mesopotámien, Judäa und Kappadókien,
von Pontus und der Provinz Asien,
10von Phrýgien und Pamphýlien,
von Ägypten und dem Gebiet Líbyens nach Kyréne hin,
auch die Römer, die sich hier aufhalten,
11Juden und Proselýten,
Kreter und Áraber –
wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.“

Während bei der Taufe Jesus im Jordan, der Heilige Geist in Form einer Taube in Erscheinung tritt, kommt er diesesmal mit Feuerzungen auf die Apostel nieder. Angst machte sich breit bei den anwesenden Menschen, da die Apostel plötzlich in verschiedenen Sprachen – scheinbar gleichzeitig – zu reden begannen. Heute kennt man dies als Simultan Dolmetscher, die bei wichtigen Veranstaltungen den Anwesenden Versammelten die Worte in deren Muttersprache übersetzen. Damals war das aber anders. je nach Ort, wo sich der Bürger auf dem Platz in Jerusalem befand, konnte er in seiner Muttersprache die Worte hören. Also heute wäre eine Masse an Technik notwendig, aber göttliche Macht braucht keine Technik. Auch heute, wenn der Heilige Geist an Pfingsten oder einem anderen Tag auf einen auserwählten Menschen übergehen würde, dann würde er die Worte in seiner Muttersprache wahrnehmen, auch durch das Herz.

Aber! Würden wir heute auch so erstaunt, ängstlich sein? Ich behaupte wohl kaum, man würde zunächst an eine technische „Magie“ glauben und versuchen zu ergründen, wo vielleicht die „versteckte“ Kamera steht, aber an die Möglichkeit, hier gezielt an eine göttliche „Vorstellung“ zu glauben, das käme bei den wenigsten gleich zu Beginn in Frage.

Was ich heute im Gottesdienst zu Pfingsten mitfeiern durfte, war die Firmung einer jungen Frau kurz vor ihrer Hochzeit. In dem lateinamerikanischen Land, wo sie herkommt, gehört es dazu, dass unbedingt die Firmung zur Hochzeit vorausgesetzt wird. Also dass die Kraft des Heiligen Geistes auf den Firmling kommen möge. Das ist gelebter Glaube ohne Wenn und Aber. Ich konnte die Freude über den Empfang des Sakraments deutlich im Gesicht der jungen Frau und ihrer Mutter sehen. Der Heilige Geist wirkte.
Das war eine Randebeobachtung, die ich bewusst mitgenommen habe.

Was ich mir wünsche? Das der Heilige Geist auf alle Verantwortlichen in Kirche, Staat aber auch Mitmenschen herab kommt und ihnen Impulse für das tägliche Leben und die Entwicklung der Kirche mitgibt.

Amen

Author: alex-aaron

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