Veränderungen

Heute endlich schreibe ich meinen Beitrag, den ich schon für den Jahresrückblick vorgesehen hatte. Nun den eigentlichen Jahresrückblick werde ich versuchen hier zu integrieren, aber nicht ohne dass ich vorher um die Hilfe des Heiligen Geistes bitte.

2022 begann eigentlich ohne große Vorankündigungen für mich – so dachte ich eigentlich – Ein ruhiges Sylvester/Neu Jahr gehabt, mich auf meine Ausbildung zum Ständigen Diakonat gefreut, meine Mutter im Pflegeheim besucht. Dennoch war das etwas, das mich und meinen bis dahin klar definierten Weg verändern sollte. Am 08. Januar rief ich meine Mutter an und erzählte mir, dass sie noch im Sessel sitze und man sie vergessen habe ins Bett, bzw. für den Tag fertig zu machen. Ich rief daraufhin im Pflegeheim an und bat nach ihr zu schauen, Nach kurzer Zeit rief mich das Pflegeheim an und teilte mit, dass sie im Bett liege und alles ok ist. Ein wenig grübelte ich noch darüber nach, wollte dann die kommende Woche wieder zum Besuch kommen. Montag, es war der 10.01. rief mich morgens das Pflegeheim an und teilte mir mit, dass der Notarzt gerufen wurde, das meiner Mutter nicht gut ginge und man sie ins Krankenhaus fahren müsse, jedoch die Patientenverfügung besagte, dass im Falle der Fälle keinerlei Verlängernde Maßnahmen wünsche, nach dem Gespräch mit dem Arzt war die Entscheidung klar, dem Willen meiner Mutter folge zu leisten und sie langsam auf den Weg in die Ewigkeit gehen zu lassen. Das war sehr schlimm. Es dauerte schlussendlich noch 7 Tage, bevor sie dann am Abend des 17. Januar endlich friedlich einschlief und zu unserem Herrn und Gott ging.

Es war nun das eingetreten, was ich eigentlich schon vor Jahren immer wieder im Kopfe wahrgenommen habe, nun wirklichkeit wurde und mich mehr oder weniger „kalt“ erwischte. Da spürte ich die Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus, der mich an die Hand nahm und mich so gut es ging in die richtige Richtung bugsierte, auch mit der Hilfe von anderen Menschen. Ende Januar – nach der Beerdigung – habe ich dann 5 Tage Einzelexerzitien gemacht, um hier für mich allein die Trauer und den Verlust der Mutter zu bewältigen. Ja es ist so. Wenn eine Mutter stirbt, so verlieren wir einen wichtigen Ratgeber und Freund, der uns von Geburt an gekannt, getröstet und auch getadelt hat, wenn es notwendig war. Dies hat mich dann über das Jahr immer wieder beschäftigt. Auch der Weg zum Diakonat war nicht mehr so klar umrissen, wie ich es noch vorher vor Augen hatte. Dies hatte jedoch nichts mit dem Ereignis zu tun, sondern, ich sah auch durch die Exerzitien bestimmte Wegpunkte, die es zu erforschen galt.

Auch da habe ich die Präsenz des Geistes und Jesus gespürt, die mich hier geführt und auch inspiriert haben, hier Fragen zu stellen an mich selbst und an mein Herz. „Was willst Du Herr, das ich tun soll?“ oder „Hier bin ich, Dein unwürdiger Diener hört!“ Menschen zuhören, zusammen deren Probleme besprechen und mit der Kraft des Glaubens Wege und Lösungen zu finden, das erfüllte mein Herz. Der Dienst am Altar war dann nur nebensächlich – bitte nicht falsch verstehen, es war nicht mehr das wichtigste für mich – sondern Not sehen und zu versuchen, diese zu lindern. Das Wort Gottes in der Lesung den Menschen näher zu bringen, hier in einer Andacht durch die Auslegung die Bedeutung herauszuarbeiten, erfüllte mich. Oder kurz gesagt, einfach als Mensch für Menschen da zu sein.

Das ist auch ein Grund, warum ich dieses Blog, als Ursprung meines Herzens, ins Leben gerufen habe und es treffend „Glaubensweg – Mit Jesus jeden Tag unterwegs“ genannt habe Es gibt viele Blogs, Zeitschriften, rund um Glauben, Erlebnisse, Religion, etc. Ich bin der Meinung, dass der Hl. Geist mir immer wieder Impulse zukommen lässt, um den Glauben wieder zu entflammen und auch damit zu zeigen, dass es egal ist, ob jemand studiert hat – ähm… bin ja noch dabei -, Priester, Theologe oder im Orden organisiert ist. Wer sich dem „Ruf“ aus dem Herzen – nicht im Kopf – öffnet, der wir wunderbar belohnt werden.

Im Herbst wurde dann die Entscheidung erstmals konkreter, die ich auch mit meinem geistlichen Begleiter besprochen habe. Und während meiner Corona Infektion im November habe ich dann den Entschluss gefasst, den Weg zum Ständigen Diakonat zu verlassen, was ich dann auch der Ausbildungsleitung mitgeteilt habe. Zum Jahresende 2022 bin ich dann also offiziell aus dem Bewerberkreis zum Ständigen Diakonat ausgetreten und werde nicht mehr ein Diakon werden. Aber die Entscheidung war zu jeder Zeit durch Jesus Christus getragen, der mich 2018 gerufen hat – im Nachgang betrachtet, weiß ich, dass er mich gerufen hat, aber nicht speziell zum „Diakon“ sondern in den Dienst in der Gemeinde an der Gemeinde. Mit meinem Heimatpfarrer habe ich auch ein Gespräch geführt und meine Beweggründe auch erläutert, ihm auch eröffnet, dass ich mir vorstellen könne und wünschen würde, als Wortgottesdienstleiter ausgebildet zu werden, um so auf dem Glaubensweg den nächsten Pfad zu beschreiten.

Viele werden die Entscheidung nicht so ganz verstehen können, aber es ist eine Entscheidung, die mir keinerlei Schmerzen verursacht hat, sondern ich verspürte Frieden in meinem Herzen und mir. Und dafür danke ich Jesus Christus unserem Herrn und Gott. Amen

Author: alex-aaron

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